Christliche Symbole gehören nicht an staatlichen Schulen

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د. جبرائيل شيعا

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Christliche Symbole gehören nicht an staatlichen Schulen

مشاركة#1 » الأربعاء مايو 26, 2010 1:22 pm

(Online-Artikel.de) - Christliche Symbole gehören nicht an staatlichen Schulen

Die neue niedersächsische Landesministerin Özkan ließ die Debatte um das Kreuz auf Bundesebene erneut aufleben. Frau Özkan erklärte unter anderem in einem Focus- Interview: „Christliche Symbole gehören nicht an staatliche Schulen (…)".

Hat Frau Özkan damit wirklich auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts verweisen wollen, oder handelte sie etwa aus politischer Unreife? Ist ihr das Grundsatzprogramm der CDU unbekannt, in dem steht: „Christliche Symbole müssen im öffentlichen Raum sichtbar bleiben? Sie sind ebenso zu schützen wie die christlich geprägten Sonn- und Feiertage".

Unverzüglich meldeten sich die Meinungsmacher bei den Unionsparteien und zeigten Flagge. Ministerpräsident Christian Wulff distanzierte sich klar von der Haltung seiner Ministerin. Was wäre passiert, wenn diese sich nicht gemeldet hätten, sondern die Mehrheit der Politiker ähnlich wie bei den Massakern und Vertreibungen der assyrischen Christen im Irak geschwiegen hätten?

Die Mehrzahl der Meinungen verteidigte das Aufhängen (oder Anbringen) der Kruzifixe, einige erklärten seine Bedeutung doch oft eher aus Tradition und aufgrund christlicher Prägung. Jedoch wiesen nur wenige auf die religiöse Bedeutung des Kreuzes hin. Die Schüler-Union forderte Frau Özkan sogar auf, ihr Amt nicht anzutreten.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhmer, argumentierte im Deutschlandfunk, dass wir in Deutschland in einer jahrhundertealten christlichen Tradition stehen und Kruzifixe in den Schulen sind Ausdruck unserer Tradition und unseres Werteverständnisses sind. Sie weist damit auf das deutsche Werteverständnis hin.

Der CDU-Politiker Ronald Pofalla machte schon früher in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf das „C" im Namen der „Christlich-Demokratischen Union" aufmerksam und erklärte: "Als Partei, die das Christliche in seinem Namen trägt, wollen wir, dass das Bekenntnis zum Christentum im öffentlichen Raum erhalten bleibt". Das ist bis heute noch in der CDU wegweisend, doch intern wie auch extern stellt sich die Frage, inwieweit das „C" überhaupt noch eine Bedeutung in der Politik der CDU hat.

Diese Debatte war von der einen Seite schädlich für die CDU und verunsicherte gewiss ihre Stammwähler, doch anderseits brachte sie den Zug auf die richtige Schiene und bekräftigte die Bedeutung des Christlichen im Namen der CDU. Pofalla tritt sogar dafür ein, in allen Schulen Kruzifixe anzubringen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Verbraucherschutzministerium Julia Klöckner ließ verlauten: „Das Christentum beeinflusst unser Denken und Handeln. Diese Verortung sollte auch sichtbar sein, es gibt keinen Grund, das Kreuz zu verstecken."

Wegweisend war auch die Aussage des Vorsitzenden der niedersächsischen CDU-Fraktion, David McAllister: „Das Kreuz ist aus Sicht der CDU ein Symbol der Toleranz auch gegenüber anderen Religionen". Was nun eine Richtung einschlug, die nicht nur auf Tradition und Prägung ansprach.

Im Grundsatzprogramm der CDU von 2007 steht diesbezüglich geschrieben: „Christliche Symbole müssen im öffentlichen Raum sichtbar bleiben". Daher ist natürlich zu erwarten, dass die CDU-Mitglieder (auch Frau Özkan) dies kennen und eher verteidigen.

Der Vorsitzende der Senioren-Union Otto Wulf verstand es als „Angriff auf die Reputation der UNION". Dieser hat bereits im März in einer Pressmitteilung betont: "Vertrauen gewinnen wir nicht mit weniger, sondern mit mehr 'C' - aber ohne drohenden Zeigefinger!" Die christliche Orientierung der Politik mache "Freiheit zum Auftrag (…)" so dass "die große Mehrheit der nichtchristlichen Wähler die Identifikation mit christlichen Werten auf keinen Fall beseitigen möchte. Ferner fügte er hin zu, dass „Toleranz und Achtung vor jedem Menschen für jeden der Politik in den Unionsparteien mache, ein "verpflichtendes christliches Gebot" sei.

Wie kann ein Symbol der Toleranz die Menschenrechte anderer verletzen, allein deshalb, weil es im Klassenzimmer aufgehängt wird? So entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg (EGMR). Das Urteil löste damals eine Welle der Empörung aus. Die Christen in Europa fürchten nun, eine schleichende Demontage ihrer Grundwerte. So sah auch mancher christliche Politiker das kulturelle Fundament Europas in Gefahr und ging so weit, vor einer beginnenden Tilgung der christlichen Wurzeln unserer Herkunft zu warnen. Doch leider wurde nichts dagegen unternommen.

In dem Grundsatzpapier „Moderner bürgerlicher Konservatismus" wird sogar bei diesem Satz das Kruzifix erwähnt. Die Verfasser schreiben außerdem: „Christlich-abendländische Werte sind Grundlage unserer Leitkultur. Dies ist kein Ausdruck mangelnder Toleranz. Es wirft vielmehr die Frage auf, ob die vorbehaltlose Anerkennung des Anderen nicht erst der Prüfung an den eigenen Werten bedarf. Anders gesagt: Nicht jedes Lebens- oder Gesellschaftsmodell verdient es, im Zeichen der Pluralität gleichermaßen gefördert zu werden. Die aus dem christlichen Menschenbild entstandenen Menschenrechte sind universell gültig und dürfen nicht in Frage gestellt werden."

Ich persönlich stelle fest, dass die Verbannung christlicher Symbole auf aggressive Weise angegangen wird und man sich dabei gezielt auf die Entfernung des Kreuzes aus öffentlichen Räumen konzentriert. Die Position der Kirchen bewerte ich als enttäuschend und sehr zurückhaltend, als würde es sie wenig angehen, sogar weniger als andere gesellschaftliche Institutionen.

Frau Özkan verlangte auch, dass die Schule "ein neutraler Ort" sein soll. Wie soll die Schule abendländischer Traditionen und Werte neutral sein? Wie soll die Schule im Bezug auf wichtige gesellschaftliche Themen neutral sein? Soll sie dies auch im Bezug auf die Position zu extremistischen Ideologien sein? Oder gar auch neutral gegenüber dem Schicksal der Menschen in anderen Gebieten der Erde? Soll sie etwa auch neutral sein was Kindermissbrauch angeht …und irgendwann gegenüber allen Konflikten innerhalb der Gesellschaft?

Warum will man hier beide Themen, das Kreuz und das Kopftuch, miteinander vermischen? Das Kopftuch als religiöse Kleidung, das bei Fundamentalisten zu einem politischen Symbol wurde, und ein heiliges christliches Symbol. Will man eben mit der Frage des Kopftuchs das Kreuz aus dem öffentlichen Leben verbannen? So gelangt man bis hin zur Deportation von christlichen Einflüssen in den europäischen Ländern und dem europäischen Bewusstsein!

Wie tolerant ist denn ein Lehrer, der es ablehnt unter dem Kruzifix im Klassenzimmer unterrichten zu wollen? Verletzt er damit nicht etwa die religiösen Gefühle der christlichen Schüler in seiner Klasse?

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes von 1995 wurde die Regelung der bayerischen Landesregierung, nach der in jedem Klassenzimmer ein Kreuz zu hängen hatte, für unzulässig erklärt. Doch bedeutete das nicht das Verbot von Kreuzen in Klassenzimmern. Danach sind Kreuze weiterhin in bayerischen Pflichtschulen vorgeschrieben - jedoch nur, solange sie niemanden stören. Erheben Eltern eines Schülers oder ein Lehrer Einspruch dagegen, muss das Kruzifix abgehängt werden. Dies erweckte den Eindruck, dass die Meinung eines Einzelnen, über die Meinung der Mehrheit gelten soll, oder auch eine sehr große Rücksichtnahme auf Minderheiten. Doch was ist nun, wenn ein überzeugter christlicher Lehrer in Berlin dafür klagt, dass ein Kreuz in seinem Klassenzimmer zu hängen hat, und begründet es sehr plausibel?

Christen wiederum werden wohl nicht deshalb vom Glauben abkommen, nur weil sie in einem Klassenzimmer ohne Kreuz unterrichtet werden. Doch warum müssen sie auf ihre Symbole verzichten, um zu einem keinen Konsens findenden „multikulturellen Leben" beizutragen? Warum müssen manche Multikulti-Aktivisten die christliche Werteorientierung abschaffen, um sich in einer „neutralen" Gesellschaft integrieren zu wollen? Wollen wir wirklich eine neutrale Gesellschaft, eine neutrale Schule, einen neutralen Staat und neutrale Werte, oder werden wir mit solchen Aktionen die christlichen Werte dieser Gesellschaft neutralisieren?

Meines Erachtens soll die Frage der Leitkultur wieder eröffnet werden. Die Frage des Konservatismus soll innerhalb der CDU auch gestellt und zu richtungweisenden Debatten innerhalb der Parteien führen. Denn die CDU hat drei Wurzeln, die konservative, die christlich-soziale und die liberale.

Raif Toma
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