Christenverfolgung gestern und heute

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Christenverfolgung gestern und heute

مشاركة#1 » الجمعة مارس 05, 2010 12:54 pm

[left]ZG10030110 - 01.03.2010
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Christenverfolgung gestern und heute

"Geschlagen, gedemütigt und missbraucht"


Von Michaela Koller

MÜNCHEN, 1. März 2010 (ZENIT.org).- Rund 200 Millionen Christen werden weltweit unterdrückt. „Drei von vier aus religiösen Gründen Verfolgte sind Christen", sagte Annette Walder, die Internationale Präsidentin der Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) bei einer Ansprache am Samstag in München. Die Organisation, die es inzwischen in 13 Ländern gibt, blickte bei der Veranstaltung auf zehn Jahre ihrer Tätigkeit in Deutschland zurück (ZENIT berichtete). Die Ausdehnung ist für CSI Teil der Arbeitsstrategie, um durch eine möglichst breite Öffentlichkeit Druck auf die Politik zu machen. Die Menschen könnten sich sonst einmal später fragen: „Warum habe ich nichts gesagt, ich habe es doch gewusst", warnte Walder.

Die Hauptursachen für christenfeindliche Situationen lägen in religiösem Fundamentalismus einerseits und repressiven Machtstrukturen andererseits begründet. Hinzu komme der Umstand, dass viele Christen in Krisen- und Kriegsgebieten lebten. Oftmals gebe es nicht nur einen Grund für vielfaches Leid. So auch im Irak, wo islamische Fundamentalisten sich die Schwäche des Staates zunutze machten. Die Organisation leistet dort nach eigenen Angaben auch materielle Hilfe. Jedenfalls zählt sie zu den Institutionen, die an Krisenorten wie diesen, regelmäßig präsent sind und frische Informationen aus erster Hand weitergeben.

Die Regierung des Irak sei zwar willig, aber nicht fähig, die Christen zu beschützen. So hatte der irakische Vizepräsident Tarek al-Hashimi Minderheitenvertreter zu einer Konferenz in Bagdad eingeladen, bei der auch CSI präsent war. Dabei ging es um die Frage, ob Christen im Irak eine Zukunft hätten. Der sunnitisch-muslimische Politiker sei zu dem Schluss gekommen: „Uns geht es gut, wenn es den Christen bei uns gut geht."

Mehrere Ursachen bereiten auch süd-sudanesischen Christen Sorgen: Jahrzehntelanger Krieg in der Vergangenheit begünstigte Sklavenhändler, die schwarzafrikanische Sudanesen aus ihrem Stammes- und Familienverband rissen und noch reißen, um diese Menschen als Ware zu handeln. „Über 100.000 Menschen haben wir in den vergangenen Jahren" aus der Sklaverei geführt", sagte Gunnar Wiebalck aus dem internationalen Team von CSI mit fester Stimme.

Die Betroffenen erlitten in der Regel fürchterliche Qualen, werden Wiebalck zufolge bis zur Erschöpfung zur Arbeit eingesetzt, geschlagen, gedemütigt und auch sexuell missbraucht. Verängstigt, mit blutunterlaufenen Augen, blicken die Sklaven, die CSI nach ihrer Befreiung fotografierte und deren Porträts Wiebalck während seiner Ansprache zeigt, in die Kamera. Rote klaffende Wunden und weiße wulstige Narben auf deren dunkler Haut lassen erahnen, was sie mitgemacht haben.

In Syrien, einem Land mit einem repressiven System, fürchten sich die Christen vor künftigen irakischen Verhältnissen. „Das Regime lässt sich krampfhaft auf das undankbare Spiel mit dem Iran ein und nun umso mehr, seitdem extremistische und gar terroristische Kräfte wie die Hisbollah, die Hamas und die Volksfront für die Befreiung Palästinas, denen nicht nur Unterschlupf gewährt, sondern auch strategische Unterstützung", sagte Raif Toma in seinem Referat, selbst Christ aus Syrien und Nahostexperte.

Im Nordosten des Landes leben Christen, die ethnischen Minderheiten angehören und deshalb durch die panarabische Ideologie der Baath-Partei in den vergangenen Jahrzehnten unter Druck gerieten. Die außenpolitische Isolation aufgrund des Zusammengehens mit Teheran sowie eine schleichende Islamisierung des Gesellschaftssystems engen den Spielraum der Christen insgesamt weiter ein.

Dass aus den Christen, die aktuell Opfer von Menschenrechtsverletzungen werden, später kirchlich anerkannte Märtyrer werden können, zeigte der Theologieprofessor Prälat Helmut Moll auf. Der Berater der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse wurde in den neunziger Jahren von der Deutschen Bischofskonferenz mit der Herausgabe des Martyrologium des 20. Jahrhunderts beauftragt. Dieses zweibändige Werk mit rund 800 Biographien erschien erstmals 1999 und 2006 bereits in der vierten, erweiterten Auflage. Die aktuelle Ausgabe berücksichtigt bereits Märtyrer aus der jüngsten Zeit.

Moll schilderte als aktuelleren Fall den des am 11. September 1999 in Osttimors Hauptstadt Dili ermordeten Jesuitenpater Karl Albrecht. Als pro-indonesische Milizen nach dem Unabhängigkeitsreferendum des ehemals von Indonesien besetzten Landes brandschatzend und mordend durchs Land zogen, wurden in den Wirren mindestens 2.000 Menschen getötet, darunter auch der deutsche Pater aus dem Bistum Augsburg. Die Kirche hatte ein bedeutende Rolle im Ringen um die Unabhängigkeit und Einsatz für die Menschenrechte dort gespielt. „Er hatte bei seiner Herde ausgeharrt", sagte Moll. Nun ist auch Pater Albrecht ein Märtyrer des 20. Jahrhunderts.[/left]

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