Was bedeutet für mich Integration?

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د. جبرائيل شيعا

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Was bedeutet für mich Integration?

مشاركة#1 » الثلاثاء ديسمبر 14, 2010 12:28 pm

Was bedeutet für mich Integration?

Integration ist an sich ein wechselseitiger Prozess und bedeutet, das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in diesem Land zu ermöglichen und zu fördern. Das heißt es müssen von allen Beteiligten an diesem Prozess Kompromisse gemacht werden! Jeder erhält seine eigene Kultur – aber fußt auf einer gemeinsamen Wertebasis. Die Grundlage einer solchen Wertebasis ist die Verfassung.

Es gibt sehr viele Menschen die dadurch, dass sie bewusst ihre eigenen kulturellen Wurzeln pflegen, eine Bereicherung für die deutsche Gesellschaft sein können. Sie lassen sich gezielt integrieren und werden hier erfolgreich. Sie gehen zwar auf Kompromisse freiwillig ein, doch lassen sich ebenso bewusst nicht assimilieren und bewahren sich mit Stolz die Besonderheit ihrer Herkunft. Die eigenen Wurzeln aufzugeben ist fast unmöglich, würde sogar den Integrationsprozess erschweren, so dass es viel länger dauern kann und klingt oft auch unecht. In dem ein Einwanderer die eigene Identität behält, kann er souverän ein Teil dieser Gesellschaft werden, ohne seine Wurzeln aufgeben zu müssen, dass die Muttersprache, Religion und Kultur beibehalten wird. Es kann jedoch als Widerspruch fungieren, wenn die eigene Identität dauernd in den Vordergrund gestellt wird, so dass ein Selbstschutzmechanismus in Gang gesetzt wird, die zu einer selbst erzeugten Ausgrenzung führen kann, bzw. wenn damit eine Parallelgesellschaft geschaffen wird. Zu vermeiden ist dieses Phänomen unter anderem mit dem Lernen der deutschen Sprache, die eine Voraussetzung für die Integration und damit für das friedliche Zusammenleben ist. Wenn Menschen einander nicht verstehen, so können auch Vorurteile und Mistrauen entstehen.

Nach dem britischen Soziologen David Lockwood ist es ein Unterschied, ob man von der Integration einzelner Menschen und Gruppen in die Gesellschaft spricht, oder von der Integration einzelner gesellschaftlicher Subsysteme. Den Zusammenhalt gesellschaftlicher Subsysteme (z.B. das Wirtschaftssystem, Rechtssystem usw.) nennt Lockwood Systemintegration. Die Integration einzelner Menschen in die Gesellschaft wird von ihm als Sozialintegration beschrieben. Natürlich kann eine Subgesellschaft mit einem eignen Rechtssystem das konsequent durchgesetzt werden soll, sich unmöglich in einem demokratischen Rechtssystem integrieren, weil der Rechtsstaat als Wertegemeinschaft damit grundsätzlich abgelehnt wird. Dies obwohl dieser Rechtsstaat von seiner Natur her, unterschiedliche Werte, die mit dem Grundgesetz vereinbart sind, toleriert. Diese Ablehnung ist nur schwer nachvollziehbar, da der deutsche Rechtsstaat unterschiedliche Werte toleriert und die Auslebung sogar im Grundgesetz verankert.

Der Rechtsstaat bietet Menschen aus verschiedenen Kulturen nicht nur sich zu integrieren, sondern auch die Chance ihre eigene Kulturen auszuleben und an der Kultur der Wertegemeinschaft der Mehrheitsgesellschaft anzupassen. Ein Nebeneinander von Kulturen kann jedoch auch jämmerlich scheitern. Das Zusammenprallen von Kulturen nebeneinander hat sich ( häufig) als erfolglos erwiesen. So bleibt der Weg für den einzelnen Menschen sich selbst der Kultur des Landes mit seinen Werten anzupassen und gleichzeitig noch andere Werte zu behalten.

Wer das christliche Menschenbild nicht akzeptiere, sagte die Kanzlerin, sei "fehl am Platze" in Deutschland. Nun, nach dieser Sichtweise sieht so aus, dass die Akzeptanz des christlichen Menschenbildes eine Bedingung einer erfolgreichen Integration ist. Was heißt es genau? Nach der Kanzlerin, ist es an sich ein Problem, „dass es immer mehr Menschen gibt in einer säkularen Welt, die das christliche Menschenbild vielleicht gar nicht mehr so verstehen (…)". Das Bedeutet für mich, dass JEDER Mensch (Frau oder Mann, klein oder groß, Weiß oder Schwarz, Christ oder Nichtchrist etc….) ein einmaliges Geschöpf Gottes ist und daher seinen Wert und seine Würde hat. Nun, das ist eine wichtige Grundlage eines solchen Menschenbildes, die von einer säkularen Partei vertreten wird, doch meines Erachtens ohne Probleme von den anderen Parteien und von den meisten Menschen auch mit Migrationshintergrund auch übernommen werden kann. Doch das Christliche Menschenbild bedeutet viel mehr!

Wenn nun für einen "gesunden Patriotismus" plädiert wird, warum muss man damit automatisch in die rechte Ecke gesteckt werden? Ist etwa die Liebe zum Lande allein den Rechtsextremisten überlassen? Wie soll nun sonst die innere emotionale und rationale Beziehung zum Lande genannt werden? Dieser gesunde Patriotismus kann meines Erachtens zu einem erfolgreichen Instrument der Integration genutzt werden, dass deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund eine Beziehung der Liebe zu diesem Land erfahren und damit kein Problem in der Zugehörigkeit empfinden und eine Gemeinsamkeit in dem Patriotismus finden, die zum Wohle des Zusammenlebens führen kann.

Dieser Patriotismus ist ein wichtiger Faktor einer erfolgreichen Integration, wie sich in einigen Ländern erwies. Dann kann eine „Volksverhetzung gegen Deutsche" wie Kristina Schröder es bezeichnete, bzw. auch gegen das Deutsche in Deutschland festgestellt werden. Dass dies nicht selbstverständlich ist, ist allerdings kurios! Kristina Schröder will es durch das Gesetz prägen lassen. Eine Gesellschaft gilt als kulturell vielfältig, wenn sie aus Menschen mit unterschiedlicher Muttersprache, verschiedenen Traditionen und Religionen besteht. Manche empfinden das als bereichernd, andere nicht. So wird auch der Begriff auf zwei Arten interpretiert.

Die einen verwenden ihn, um auf befürchtete Gefahren der Zuwanderung hinzuweisen, die anderen thematisieren damit ein möglichst gutes Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft. Es ist ein Thema, mit dem wir uns intensiver befassen sollten!

Raif Toma
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