Einfluss von Naum Faiq auf die Nationalbewegung

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د. جبرائيل شيعا

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Einfluss von Naum Faiq auf die Nationalbewegung

مشاركة#1 » الجمعة فبراير 26, 2010 6:03 pm

[left]Einfluss von Naum Faiq auf die Nationalbewegung

influss von Naum Faiq auf die Nationalbewegung

Wer die patriotische Figur Naum Faiqs verstehen will, sollte sich nicht nur mit seinen Schriften befassen, sondern auch mit seiner Wirkung auf die Nationalbewegung unseres Volkes.
Es war jene Zeit, wo viele Menschen glaubten, die Zeit der revolutionären Ideen gewesen zu sein. Innerhalb unseres Volkes herrschten auf der einen Seite Feudalität vor, auf der anderen Seite eine konfessionelle Spaltung. Diese führten zu Ignoranz der eigenen nationalen Interessen und zur Rückständigkeit auf nationaler Ebene.
Antoine Malke Vorsitzender des Sanharib-Vereins in Beirut stellte im Jahr 1959 fest, dass zu der Zeit in dem Naum Faiq und wuchs, in der Region ein Reform reif war, sowie reif für die Akzeptanz von Personen wie Naum als Lehrer, Redner und Schriftsteller.
In diesen Jahren, war die soziale Umwelt bereit für die nationale Besinnung und die Herausbildung einer nationalen Idee. Naum Faiq, hat diese Idee gelehrt und erläuterte Details darüber.

Das osmanische Reich hatte nun auch große Konflikte mit den Volksgruppen und Minderheiten unter dem Sultanat. Weil dieses, ihre Autorität realisieren und ihre eigene Interessen gegebenenfalls auch mit Gewalt durchzusetzen versuchte. Unter diesen Umständen, stieg die Stimme von Naum Faiq hoch, um die Nation auf die Gefahren der Situation zu warnen. Naum Faiq kam mit den richtigen Lösungen für die Probleme des Volkes, durch das Herausheben der nationalen Eigenständigkeit und das Eintreten für die nationale Einheit der konfessionell gespaltenen Gesellschaft.

Im Jahre 1912 war er gezwungen, in die USA zu fliehen. Dort war er durch seine Beiträge in der Zeitung Mezdahronoeto bekannt und er wurde in der Diaspora herzlich begrüßt.
Seine Gedanken und Literatur waren sehr beliebt, doch ich vermag es nicht zu wissen, ob seine Schriften am Anfang des letzten Jahrhunderts, nicht viel mehr Interesse unter den Intellektuellen fanden als in der Gegenwart.

Mit der weiteren und kirchenübergreifenden Entwicklung, entfaltete sich eine Art Nationalismus - nicht nur in der Heimat , sondern auch in der Diaspora durch diese ausgewanderten Vordenker wie Naum Faiq, Farid Nazha, Gabriel Ibrahim Some, Sanharib Bali sowie andere

Diese Phase der Entstehung von nationalen Visionen und der Entwicklung eines neuen Nationalgefühles in dem osmanischen Reich bis zur Gründung der neuen Nationalstaaten, ist eine entscheidende Phase in der Kristallisierung der Nationalbewegung im Rahmen der pan-mesopotamistischen Gedankenwerte. Doch sicherlich auch zur Durchsetzung der Unabhängigkeit und der Wehrung gegen das Genozid und weitere Genozide.

Mit der Gründung der neuen Nationalstaaten im Nahosten, entstand oft ein ambivalentes Verhältnis des Nationaldenkens zu diesen Staaten. Von der einen Seite konstituierte sich eine Nationale Befreiungsbewegung, von der anderen Seite suchten Nationaldenkenden und politische Aktivisten die Gleichheit und die nationalen Rechte in den neun Staaten.
Viele Intellektuelle, Autoren und patriotische Jugend, nahmen seine Forderungen zu Herzen. Diese Lehren haben sie dazu veranlasst, mehr über die nationalen Fragen und das Leiden wissen zu wollen. Sie riefen auch zum Ziele der nationalen Einheit auf.

In dem Buch „Naum Faiq, Lehrer des vereinigenden Nationalgedanke“ von Ephrem Shapira, geht der Schriftsteller auf zwei wichtige Faktoren in den Gedanken von Naum Faiq ein; nämlich die Kirche und die Nation und ihre Beziehung zu einander. Dies gründete die Achse des Nationalgedankens bei ihm. Doch er gibt dabei zu, dass dazu keine ausreichenden Quellen existieren.
Er schreibt, dass es naiv ist zu denken, dass Naum Faiq eine Ideologie oder eine vollkommene Theorie gegründet hatte, da es auch bei anderen Philosophen und Denker anderer Nationen nicht anders war. Naum Faiq habe somit einfache Grundgedanken in einem vereinigenden Nationalgedanke vorgestellt, was ich persönlich als pan-mesopotamistische Gedankenwerte bezeichne. Ihm fehlte es jedoch damals an ausreichenden Schüler und Sympathisanten, die diese Gedanken übertrugen und entwickelten. Den Versuchen sie zu entwickeln, wurden mit Schwierigkeiten, sowie Vernachlässigung und Opposition begegnet, dass wir heute mit rohen Gedanken mit ihren Grundelementen von Naum Faiq zu tun haben. Diese müssten studiert werden, um dann verdeutlicht und entwickelt zu werden - zu einem deutlichen Nationalgedanke, was leichter gewesen wäre für die damalige Generation - so Ephrem Shapira.

In den meisten Fällen waren die von ihm vorgestellte Nationalgedanken präzise und für die gesamte Nation in allen ihren religiösen Gemeinschaften. Er hat allerdings nicht von der Einheit der Kirche gesprochen, weil für ihn die nationale Lösung eine Priorität hatte, obwohl er sich als ein Gläubiger Christ und ein dienender Diakon der Syrischen Kirche verstand.
Auch die schon damals erkannten verschiedenen religiösen Strömungen sowie laizistischen Gedanken, waren für ihn keine Stolpersteine in seinem Weg, weil er davon ausgegangen ist, dass die nationale Einheit realisiert werden kann, während sich dieser Trend fortsetzt, zumindest so lange, bis die Zugehörigkeit zu einer religiösen Sekte keinen Einfluss auf die nationale Einheit hat! Das aus seiner reinen säkularer Sicht.
Er erkannte die Bedeutung der Kirche in der Erhaltung der Sprache, Kultur und der Vereinbarkeit des Zusammenlebens zwischen den verschiedenen Konfessionen. Er plädierte dafür, dass die Kirchen zu ihrer christlichen Botschaft, ihre Aufgabe auch in der Förderung der Sprache, der Kultur und der Liebe sein soll. Erst dann würde die nationale Einheit leichter zu erreichen sein.
In einem seiner Texte schreibt er: "Vielleicht erscheint die Vorstellung von der Einheit auf den ersten Blick so seltsam, aber es ist nicht schwer zu erreichen, wenn alle führenden Persönlichkeiten in jeder Kirche unseres Volkes dafür arbeiten, um dies zu erreichen. (...) Die führenden Persönlichkeiten haben starke Verbindungen, um mit einander zusammen zu arbeiten, diese Verbindungen müssen auf der Grundlage gemeinsamer Elemente basieren: der Geschichte, Sprache und Kultur. Aber bleiben getrennt in den Bereich des Glaubens." Das hat meines Erachtens noch heute seine Gültigkeit.
Damit stelle ich fest, dass die Rolle der Kirche in der nationalen Frage erkannte. Sehr mutig forderte er jedoch konsequent eine Korrektur. Viele religiöse Führer und Stammesführer waren wütend auf ihn, weil sie seine Gedanken nicht verstanden und darin eine Gefahr für ihre Macht erkannten. Er bestand jedoch darauf, härter Veränderungen zu verlangen. Er rief die theologische Schulen und Akademien zur Unterstützung der Qualifikation von Kirchemännern. Er forderte schon damals den Priestern ein monatliches Gehalt zu geben. Was in der Diaspora-Kirche nun weitgehend erreicht ist.
In der Zeit, der sich noch nicht kristallisierenden Nationalbewusstseins wurde Naum Faiq auch deshalb als Patriot genannt, durch die Dienste, die er der syrischen Kirche somit seiner Konfession leistete. Hier will ich betonen, dass er in einer Zeit lebte in der Konfessionalismus in der Wertigkeit noch über den Patriotismus stand und die konfessionelle Identität weit stärker war als die nationale Identität.

Er verbrachte viel Zeit beim Denken, Lesen und Schreiben. Er gab sein Leben dem Schreiben für sein Volk bzw. für die Liebe zu seinem Volk und seiner Heimat. Das ist, was ich eher als Patriotismus im mesopotamistischen Sinne nenne – ein Patriotismus der Liebe ohne andere Völker zu hassen, deren Grenze zum Nationalismus meines Erachtens nicht klar zu definieren sind! Er konnte eine Verbindung zwischen Patriotismus und Nationalismus schaffen.
Die revolutionäre Bedeutung pan-mesopotamistischer Gedankenwerte kristallisierte sich schon damals in seinen Gedanken, als er auch den „Kampf gegen die Korruption, Diskriminierung, Rassismus, soziale und nationale Unterdrückung“ forderte. Naum Faiq forderte eine echte Revolution, nämlich den Sturz des osmanischen Reiches. Das war in einer Zeit, die im Vergleich, mit dem was die Menschen über den Stürzt der Berliner Mauer Mitte der Achtziger des vergangenen Jahrhunderts dachten.

Naum Faiq war nicht nur ein Theoretiker, sondern beschäftigte sich in der Praxis mit seinen Lehren. Er suchte seine Gedanken in die Praxis umzusetzen. Als der Erste Weltkrieg ausbrach und unser Volk mit der Auslöschung bedroht war, versuchte er durch Treffen die Grundfaktoren unserer Nation in Reden auf Konferenzen zu verdeutlichen. Als der Krieg zu Ende war, schlug vor, eine Delegation aus den verschiedenen Kirchen zu bilden. Die Delegation nahm an der Friedenskonferenz in Paris teil. Die Teilnahme der Delegation brachte zwar nur Versprechungen, die nicht erfüllt wurden, doch es hat einen Beitrag dazu gebracht, die nationale Frage in die Öffentlichkeit zu bringen.

In dem Vorwort der ersten Ausgabe der Zeitung Beth Nahrin in der Arabischen Sprache und Garshuni schrieb er über eine Nation, die er auch in diesem Vorwort in den verschieden Konfessionen definiert und nennt dabei die protestantische und maronitische Konfessionen als ein Teil dieser Nation. Er nennt die verschiedenen Faktoren, die seiner Meinung nach diese ausmachen nämlich „Rasse, Fleisch, Blut, Sprache und Heimat“. Er möchte in der Zeitung auch an alle diese Teile daran erinnern, „damit sie sich in einer moralischen Vereinigung einigen und von den konfessionellen- und Glaubensstreitigkeiten weg zusehen, um die assyrische Nation zu empor zu erheben, die in den vergangen Epochen eine blühende Nation in allen Arten der Wissenschaften, Künste und Industrie war und steht mit festem Wille zur Verlangung ihrer Rechte“. Und das ist der Patriotismus, zu dem er aufrief!

Naum Faiq erkannte, die entscheidende Bedeutung der Sprache für die Stärkung der nationalen Gefühle. Die Sprache war für ihn ein wesentlicher Faktor für die Einheit, da es nicht nur eine Kirchensprache ist, sondern eine Volkssprache. Naum Faiq widmete sich der Syrischen Sprache. Darüber hinaus hat er Arabisch und Türkisch, mit syrischen Buchstaben geschrieben. Viele Autoren folgten seinem Beispiel, was einen starken Einfluss auf sprachliche Identifikation ausübte.

Naum Faiq beanspruchte kein Monopol auf die Grund-Nationalgedanken und seine Gedanken auch nicht, sondern er schrieb offen, kreativ und sehr viel und unersättlich darüber, wie niemand davor. Diese nationalen Gedanken, die wir heute in den Händen haben, sind trotzdem eine Entwicklung eines langjährigen Denkprozesses, die eine Frucht intellektueller Gedanken und Prinzipen, sozialer, geschichtlicher und politischer Art sind. Diese verbanden patriotische Gedanken von Naum Faiq und anderen Denkern später mit der Liebe zu unserer Sprache und Heimat. Sie definierten den Begriff des Vaterlandes und verbanden es mit viel Liebe.
Viele Aktivisten in der Nationalbewegung, Politiker unsers Volkes, gründeten hauptsächlich auf seinen nationalen Prinzipien und Lehren. Seine Lehren werden in vielen Organisationen unseres Volkes als eine gemeinsame Doktrin gesehen, dass diese somit praktisch angewandt werden konnten.

Bei seiner Beerdigung, nahmen Vertreter einiger Kirchen unseres Volkes teil. Das er da das Volk einigen Konnte.
Der Gelehrte hat die schlafenden Menschen aufwecken und aufklären wollen und er hat sie motiviert, die Chancen zu nutzen um ihre Ideale zu verwirklichen.

Raif Toma[/left]
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